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Neulich im Interpunktionsmeeting

Neulich im Interpunktionsmeeting

Macht mal Platz da – ich brau­che Raum zum Den­ken“, ver­schaff­te sich der Gedan­ken­strich einen Leer­schritt links und rechts. „Du auf­ge­bla­se­ner Bin­­de-Strich“, ätz­ten die Vier­tel­ge­vier­te Aus­­las­­sungs- und Trenn­strich gemein­sam. „Immer­hin dop­pelt so lang wie ihr“, spran­gen Gedan­ken­strichs Geschwis­ter, Bis- und Stre­cken­strich, ihrem gleich­lan­gen Hal­b­­ge­­viert-Bru­­der zur 

Neuer Blog-Beitrag

Neuer Blog-Beitrag

Neues wagen

Neues wagen

Ich habe ein Blog begon­nen, es geht um Ansät­ze, Din­ge anders zu machen – mei­ne Gedan­ken gehen in Rich­tung Nach­hal­tig­keit, gesell­schaft­li­ches Mit­ein­an­der, gute Arbeit: www.geht-doch.blog Bild von Rudy and Peter Skit­te­ri­ans auf Pixabay

Keine 2. Chance für den 1. Eindruck

Keine 2. Chance für den 1. Eindruck

Dass der ers­te Ein­druck wich­tig ist und kaum aus­ge­bü­gelt wer­den kann, gilt in beson­de­rem Maße für Tex­te. Stel­len Sie sich vor: Sie hal­ten das Ergeb­nis einer von Ihnen in Auf­trag gege­be­nen Unter­su­chung in den Hän­den. Beim Lesen des Manage­ment Sum­ma­ry fal­len Ihnen gleich zu Beginn Recht­schreib­feh­ler 

Selfpublishing: Qualität setzt sich durch

Selfpublishing: Qualität setzt sich durch

Das klingt auf den ers­ten Blick nach einer Pla­ti­tü­de. Doch etwas genau­er betrach­tet stellt sich auch bei Büchern wie bei allen ande­ren Pro­duk­ten die Fra­ge nach dem Maß­stab für Qualität.

Das Qua­li­täts­ma­nage­ment gleich wel­cher Bran­che kann ein Lied davon sin­gen: Das Q in QM steht und fällt mit der Fra­ge nach den spe­zi­fi­schen Anfor­de­run­gen, die an ein Pro­dukt, eine Dienst­leis­tung oder einen Pro­zess gestellt werden.

Wäh­rend man­che Qual­täts­maß­stä­be vor allem ziel­grup­pen­spe­zi­fisch zu sein schei­nen – man den­ke an die Anhän­ger von Manu­fac­tums »Es gibt sie noch, die guten Dinge«-Strategie –, wer­den ande­re vom Zeit­geist über­rannt: Volks­wa­gen hat zuletzt nicht das Qua­li­täts­kri­te­ri­um »umwelt­freund­lich« bedient, son­dern betrü­ge­risch vor­ge­gau­kelt, dass ein Pro­dukt ent­spre­chen­de Merk­ma­le aufweist.

Wie ist es bei Büchern? Span­nend sol­len sie sein, kunst­voll oder infor­ma­tiv, je nach Gen­re und Fai­ble. Gut gedruckt, wer­tig gebun­den – die­se und ähn­li­che mate­ria­len Erwar­tun­gen ver­än­dern sich im Bereich Elec­tro­nic Publi­shing und dadurch auch dar­über hinaus.

Doch gleich, wel­ches Medi­um wir für unse­re Lek­tü­re nut­zen – Hard­co­ver, Taschen­buch, E‑Book-Rea­der, Smart­pho­ne-App –, man­che Qua­li­tät­an­for­de­run­gen blei­ben kon­stant: Feh­ler­frei­heit in Inhalt und Recht­schrei­bung, Les­bar­keit in Stil und Typographie.

Tra­di­tio­nell haben dafür die Ver­la­ge mit ihren Lek­to­ren und Her­stel­lern gesorgt, dar­an ändert auch das digi­ta­le Publi­zie­ren im Grund­satz nichts. Um in der rasant wach­sen­den Kon­kur­renz des soge­nann­ten Self­pu­bli­shings erfolg­reich zu sein, bedür­fen Autorin­nen und Autoren wei­ter­hin der pro­fes­sio­nel­len Unter­stüt­zung: in der Ent­wick­lung von Buch­pro­jek­ten, der Schreib­be­ra­tung und ‑beglei­tung, im Lek­to­rat und der satz­tech­ni­schen Her­stel­lung (vgl. a. Karl-Lud­wig von Wendt: »Die wah­re Dis­rup­ti­on der Buch­bran­che beginnt erst«).

Ja, wir erle­ben eine poten­ti­ell dis­rup­ti­ve Trans­for­ma­ti­on des Ver­öf­fent­li­chens – unver­än­dert bleibt aller­dings die Bedeu­tung der kla­ren, kor­rek­ten Spra­che und der Typo­gra­phie, die dem Text und damit zugleich dem Leser dient.

Sounds of Approval

Das Leben eines Lek­tors ist nicht frei von Beein­flus­sun­gen durch Tex­te – wer hät­te das gedacht? Schlie­ße ich die Über­ar­bei­tung eines Abschnitts zu mei­ner Zufrie­den­heit ab, ertei­le ich inner­lich eine Art Tes­tat. Wür­de ich häu­fi­ger noch auf Papier arbei­ten, setz­te ich viel­leicht einen gro­ßen Haken 

LaTeX: Wie kommen die Texte hinein?

LaTeX: Wie kommen die Texte hinein?

LaTeX ist ein her­vor­ra­gen­des Satz­sys­tem, aller­dings ist es zur Tex­ter­stel­lung kaum ver­brei­tet. Gleich, ob Gebrauchs­text im Büro, wis­sen­schaft­li­cher Arti­kel im Son­der­for­schungs­be­reich oder Ent­wurf zum nächs­ten Roman – übli­cher­wei­se schreibt die Autorin zunächst ein­mal in einer Text­ver­ar­bei­tungs­soft­ware. Die­se funk­tio­niert nach dem WYSI­WYG-Prin­­zip: »What You See Is 

Photographie

Photographie

Gute Pho­to­gra­phie ist immer wie­der ein klei­nes ästhe­ti­sches Wun­der – dar­in guter Typo­gra­phie eng verwandt.

Ines Matz-Boom­gaar­den von Our Focus Pho­to­gra­phy in Alten­holz bei Kiel habe ich nicht nur die bei­den tol­len Por­träts auf mei­nen Sei­ten zu ver­dan­ken (sie­he Vita und Kon­takt), son­dern auch das schö­ne Erleb­nis einer her­vor­ra­gen­den, dabei fröh­li­chen und indi­vi­du­ell-enga­gier­ten Dienstleistung.

Mer­ci, Ines!


PS: Natür­lich weiß ich, dass es nach Üblich­keit und des­halb auch nach Duden mitt­ler­wei­le Foto­gra­fie lau­ten soll­te. Wenn ich – exzen­trisch, wie ich sprach­lich bis­wei­len bin – die obso­le­te Schreib­wei­se wäh­le, bedeu­tet das natür­lich nicht, dass ich in Ihren Tex­ten alter­tü­meln wür­de. Es sei denn, Sie beauf­tra­gen mich dazu.

Lektüre-Tipp

Lektüre-Tipp

Allen, die sich von mei­ner bis­wei­len sprö­den Schrei­be erho­len möch­ten und außer­dem ein beson­de­res Ver­hält­nis zu ihrem Gar­ten haben, lege ich das Blog mei­nes Freun­des Chris­ti­an Lüt­gens ans Herz: keingarten.de. Viel Vergnügen!