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Workshop: Wissenschaftliches Arbeiten – die Basics

Workshop: Wissenschaftliches Arbeiten – die Basics

Pünkt­lich zum Beginn des Win­ter­se­mes­ters ver­an­stal­te ich den fol­gen­den Work­shop: 4‑stündiger Schnell­kurs in den Grund­la­gen wis­sen­schaft­li­chen Arbei­tens The­men­fin­dung (Lite­ra­­tur-) Recher­che Zitie­ren und Zita­ti­ons­sti­le Wunsch­the­men mög­lich Maxi­mal 8 Teilnehmer:innen, inklu­si­ve Hand-out. Kurs­ge­bühr: 99 Euro p. P. Sams­tag, 2. Okto­ber 2021, 10–14.30 UhrLes­sing­platz 4, 24116 Kiel Hygie­­­ne-Kon­­ze­p­­t/­­Co­ro­­na-Regeln: Es gilt 

Erster Eindruck: Citavi Web

Erster Eindruck: Citavi Web

Cita­vi ist die ver­mut­lich im deutsch­spra­chi­gen Raum ver­brei­tets­te Soft­ware zur Lite­ra­tur­ver­wal­tung und Wis­sens­or­ga­ni­sa­ti­on. Wäh­rend mei­nes Stu­di­ums und zu Beginn mei­ner Pro­mo­ti­on habe ich frü­he­re Ver­sio­nen selbst genutzt, mit dem Wech­sel in die Welt von Linux-Betriebs­­­sys­­te­­men muss­te ich zu Zote­ro wech­seln, denn: Cita­vi lief aus­schließ­lich unter 

Nachhaltige Kleidung

Nachhaltige Kleidung

Was ist das Gegen­stück zur viel­fach kri­ti­sier­ten »Fast Fashion«? Hoch­wer­ti­ge Klei­dungs­stü­cke, die durch Unter­halts­re­pa­ra­tu­ren wei­ter­hin getra­gen wer­den kön­nen. Und wei­ter, und weiter …

Wie­der ein­mal begeis­tert hat mich die hand­werk­lich her­aus­ra­gen­de Arbeit von Rai­sa Mackari­nus (Out­door Tex­ti­le Repair), als mich ent­schei­den muss­te: Wan­dert mein rund 50 Jah­re alter Bun­des­wehr-Par­ka in die Rest­müll­ton­ne, weil alle Knopf­lö­cher aus­ge­ris­sen, alle Bünd­chen und Auf­schlä­ge durch regen Ein­satz zer­schlis­sen waren?

Frau Mackari­nus hat mir sofort Mut gemacht und nun strahlt der Par­ka bes­ser als neu: Pati­na des viel­ge­tra­ge­nen Klei­dungs­stücks mit Ertüch­ti­gung der am stärks­ten bean­spruch­ten Stel­len – inklu­si­ve eines neu­en, leicht lau­fen­den Reiss­ver­schlus­ses aus deut­scher Produktion.

Ich glau­be, jetzt kann mich der Par­ka überleben …

Mit der Zeit gehen

Mit der Zeit gehen

Für Kun­din­nen und Kun­den, die mit Micro­­soft-Pro­­­du­k­­ten arbei­ten, lek­to­rie­re ich unter Win­dows 10, wenn die Zuver­läs­sig­keit von For­ma­tie­run­gen etc. dies erfor­dert. Dabei ist mir nach mei­ner letz­ten Instal­la­ti­on auf­ge­fal­len, dass ich ‒ also das Betriebs­sys­tem ‒ der Rea­li­tät häu­fig zwei Stun­den hin­ter­her­hink­te. Zuerst dach­te ich, 

Vakzin

Vakzin

Die­sem Wort für Impf­stoff kön­nen wir ja die­ser Tage kaum aus dem Weg gehen. Zunächst ist es auch gar nicht so kom­pli­ziert, haben wir es doch dank eben die­ser dau­ern­den Wie­der­ho­lung als Fach­wort mit neu­tra­lem Geschlecht abge­spei­chert. Und dann lese ich einen Arti­kel über »Sput­nik 

Apostroph

Apostroph

»Herr Jandl, woher stammt die­ser schreck­li­che Geruch?« – »Ottos Mops kotzt.«

Der Wie­ner Herr Jandl wuss­te noch, dass sein Otto ein Genitiv‑s ohne Wei­te­res ver­trägt, also zumin­dest ohne Apo­stroph. Anders als ein Jens: Hät­te der einen kot­zen­den Mops, lau­te­te die ent­spre­chen­de Beschrei­bung »Jens’ Mops kotzt«. Das wäre zwar gänz­lich ohne laut­ma­le­risch-poe­ti­sche Poin­te, aber immer­hin sprach­lich voll­kom­men kor­rekt. Im Unter­scheid etwa zu Kers­tins Box­stu­dio, die sich aus sprach­li­chen Grün­den den Apo­stroph vehe­ment ver­bit­ten muss.

Der Duden weiß es natür­lich genau (sogar online): Namen erhal­ten bspw. beim Geni­tiv anstel­le der Endung ‑s einen Apo­stroph, wenn sie in der Grund­form auf »s, ss, ß, tz, z, x, ce« enden und ohne Arti­kel oder Pro­no­men ste­hen (Regel D 16).

Also eigent­lich ganz ein­fach: »Fran­zis­kas Frit­ten­schmie­de« ohne, »Franz’ Frit­ten­schmie­de« mit, aber nur, wenn nie­mand (heu­te als leicht gestelzt emp­fun­den) von »des Franz Frit­ten­schmie­de« spricht.

Sind noch Fra­gen offen? Unter lek­to­rat (at) michael-sellhoff.de – sie­he auch Kon­takt – war­tet Hilfe.

Image by Esz­ter Horn­yai from Pixabay

Impfdilemma

Impfdilemma

Schon bei Imma­nu­el Kant fin­det sich die Fra­ge auf­ge­wor­fen, wie denn Impf­nut­zen zu ‑risi­ko steht: »Wer sich die Pocken ein­imp­fen zu las­sen beschließt, wagt sein Leben aufs Unge­wis­se: ob er es zwar tut, um sein Leben zu erhal­ten, und ist so fern in einem weit bedenk­li­che­ren 

In den Wald eintauchen

In den Wald eintauchen

Ein Pro­jekt, das mir per­sön­lich nahe liegt, ist jetzt live gegan­gen: »Wald­ba­den mit Delia« erschließt den Ach­t­­sam­­keits-Trend mit unse­rem Freund, dem Baum, für Schles­­wig-Hol­stein. Ich freue mich, mit Tex­ten und der Erstel­lung der Wor­­d­­Press-Sei­­te einen Bei­trag geleis­tet zu haben. – Inter­es­siert? Schau­en Sie doch zuerst 

Wortbericht: Kairos

Wortbericht: Kairos

Nein, nicht ein sel­ten genug zu ver­wen­den­der Plu­ral der ägyp­ti­schen Haupt­stadt – son­dern der glück­li­che Moment der Ent­schei­dung. Die früh­grie­chi­sche Dich­tung und Phi­lo­so­phie ver­steht unter dem Kai­ros eine Stel­le in Zeit und Raum, »deren Erkennt­nis und Nut­zung dem mensch­li­chen Han­deln Gelin­gen ver­spricht« (HWPh IV, Sp. 667)

In der grie­chi­schen Mytho­lo­gie steht die Figur des Got­tes Kai­ros dem Chro­nos ent­ge­gen, sei­ne Dar­stel­lung zeigt eine in die Stirn fal­len­de Haar­lo­cke, durch die die »Gele­gen­heit beim Schop­fe zu packen« ist und einen kah­len Hin­ter­kopf: »Wenn ich mit flie­gen­dem Fuß erst ein­mal vor­bei­ge­glit­ten bin / wird mich auch kei­ner von hin­ten erwi­schen / so sehr er sich auch bemüht« (Grün­del 1996, Sp. 1131). Auch die Redens­art »auf Mes­sers Schnei­de« stammt aus des Kai­ros’ Per­so­ni­fi­ka­ti­on. (Dan­ke, Wiki­pe­dia.)

Die schick­sal­haf­te Ver­an­ke­rung von Gedeih und Ver­der­ben in der Gunst der Natur dürf­te den meis­ten von uns Heu­ti­gen eher fremd gewor­den sein. Wie wäre es aber damit: Die Vor­stel­lung, dass das rech­te Maß sich güns­tig auf unse­re Ent­schei­dun­gen aus­wirkt, scheint mir tröst­li­che Ori­en­tie­rung in schwie­ri­gen Zei­ten zu bieten.

Kai­ros-Reli­ef aus dem Europeana-Portal

Wortbericht: Janhagel

Wortbericht: Janhagel

Das alte Sub­stan­tiv J. steht für Gesin­del, Pöbel und ist im Nie­der­deut­schen des 17. Jahr­hun­derts ent­stan­den aus dem nie­der­län­di­schen Vor­na­men Johann/Jan und dem Fluch, dass jeman­den der Hagel tref­fen möge. (Vgl. etwa den Ein­trag im Digi­ta­len Wör­ter­buch der deut­schen Spra­che, DWDS, sowie im Online-Duden.) Mein